Formen des Protektionsmus

Protektionismus und Freihandel – zwei komplett verschiedene Ansätze

Schutz von Infant Industries.

Protektionismus und Freihandel sind zwei gänzlich verschiedene Ansätze der Wirtschafts- und Handelspolitik. Bei dem Protektionismus geht es darum, den heimischen Markt sowie die heimische. Freihandel versus Protektionismus Im Folgenden sollen einige wirtschaftliche und politische Argumente für und gegen den Schutz des nationalen Marktes aufgezeigt werden.

Protektionismus in den vergangenen Jahrhunderten

Protektionismus soll die heimische Wirtschaft schützen. Was grundsätzlich gut klingt, kann aber auch Nachteile haben.

Trotzdem besteht die Gefahr, dass der Handel immer stärker behindert und verzerrt wird. In einigen Ländern könnten bestehende Handelsschranken durch die Schwächung der eigenen Währung verschlimmert werden, ob sie nun durch Unachtsamkeit oder aktive Eingriffe erzielt wird.

Deshalb sollte die Doha-Runde schnell abgeschlossen und so die multilateralen Disziplinen verstärkt werden. Protektionismus ist keine Lösung. Es gibt drei Gründe , warum Protektionismus fehlschlagen und genau die entgegengesetzte Wirkung haben kann. Erstens ist ein Einfuhrzoll ein Ausfuhrzoll , sowohl direkt, da die Kosten der Vorleistungen steigen, als auch indirekt, da den mit Importen konkurrierenden Unternehmen der Anreiz zur Kostendämmung genommen wird und diese Entwicklung auf diegesamte Wirtschaft übergreift.

Zweitens erzielt Protektionismus wahrscheinlich nicht alle angestrebten Ergebnisse. Wenn der Staat die Früchte des Freihandels ernten will, darf er sich nicht enfach zurücklehnen und dem Markt freien Lauf lassen.

Er hat wichtige Aufgaben zu erfüllen: Schaffung des richtigen politischen Rahmens. Offene Märkte funktionieren am besten und funktionieren vieleicht sogar nur dann, wenn sie von einem robusten makroökonomischen Umfeld, einem gut funktionierenden Arbeitsmarkt und starken Institutionen begleitet werden, die die Arbeits- und Kapitalströme von schrumpfenden zu expandierenden Branchen leiten.

Diesen Aufforderungen sollte nicht Folge geleistet werden. Unternehmen müssen flexibel reagieren können, damit ihre Ressourcen wirksam eingesetzt werden.

Hilfe für diejenigen, die sich anpassen müssen. Bei der Liberalisierung der Märkte gibt es nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer, denen geholfen werden muss. Diese Hilfe muss sich vielleicht gezielt an bestimmte Sektoren des Arbeitsmarktes richten. Sie sollte transparent und zeitlich begrenzt sein und die Anpassung fördern. Entwicklung des richtigen gesetzlichen Umfeldes.

Liberalisierung des Handels und Deregulierung sind nicht dasselbe Das hat uns die Weltfinanzkrise gelehrt und betrifft besonders den Handel mit Dienstleistungen. Muss beispielsweise die deutsche Industrie beim Export in die USA keine Zölle mehr zahlen, so kann der Marktpreis der Güter entsprechend gesenkt werden. Absturz bei Standardaktien — aber Gold bleibt stabil Die Korrektur an den Aktienmärkten läuft — doch viele Rohstoffe und auch Rohstoffaktien sind weiter stabil.

Das ist ein gutes Zeichen. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage lässt sich leider nicht finden, es lassen sich jedoch Argumente anführen. Freihandel würde grundsätzlich den Wettbewerb erhöhen und somit die Verbraucherpreise senken, lautet ein Argument der Befürworter. Zudem würde die Innovationsdynamik gefördert und die Industrie würde um nicht konkurrenzfähige Bereiche bereinigt. Entwicklungsländer könnten zudem vom freien Handel profitieren und aus eigener Kraft den Wohlstand steigern.

Eine Gefahr ist jedoch die Spezialisierung der einzelnen Länder auf bestimmte Industriezweige. Protektionismus bietet zudem die Möglichkeit, strukturelle Veränderungen abzufedern. Der Rückgang des Steinkohlebergbaus in Deutschland wurde auf diese Weise beispielsweise verlangsamt. Diesen kann durch Protektionismus der Weg zur Konkurrenzfähigkeit erleichtert werden. Es existieren also für beide Ansätze gute Argumente, die nicht von der Hand zu weisen sind. Auch wenn der Freihandel auf dem Vormarsch zu sein scheint, bleibt abzuwarten, ob er jemals vollkommen sein wird.

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten. Ökonomie - Sebastian Grünewald. Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

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